Wenn Kleider krank machen…

Artikel, die von billig produzierten Kleidungsstücken handeln, gab es in der letzten Zeit ziemlich viele.

Meistens poppen sie auf, wenn in Bangladesh eine Nähfabrik brennt oder in einer Großstadt eine neue Primark-Filiale eröffnet. Dann wird auf die Situation der unter miesen Arbeitsbedingungen leidenden und schlecht bezahlten Näherinnen in Südostasien hingewiesen. Alle sind kurze Zeit rechtschaffen empört – und das war es dann wieder. Man kehrt zurück zur Tagesordnung.

Das Schlimme ist, es betrifft ja leider bei weitem nicht die ganzen Billigketten wie Primark, KiK etc., sondern auch teure Labels, die dort zu den gleichen Bedingungen produzieren lassen. Das macht es natürlich schwer, dem Ganzen zu entgehen. Ein weiteres Argument, das man immer gern hört, ist „Wenn man aber gar nichts mehr kauft, dann haben die ja keinen Job mehr!“

Stimmt natürlich, aber darum geht es nicht. Bedingungen und Bezahlung müssen verbessert werden, es geht nicht darum, die Näherei stillzulegen. Und was die Bedingungen betrifft, so sind wir auch nicht nur indirekt davon betroffen. Hier erzähle ich euch nun etwas, das ich am eigenen Leib erfahren habe.

Vor ca. 10 Jahren war ich sonntags zum Geburtstagsbrunch bei einer Freundin. Ich trug einen wunderschönen schwarzen Angorapulli, den ich mir für ~ 70 € bei 3 Suisses bestellt hatte. Auf der Heimfahrt fühlte ich mich leicht fiebrig und grippig, aber hey, es war Anfang Januar – kein Wunder! Zuhause angekommen zog ich mich aus und legte mich sofort ins Bett. Es wurde immer schlimmer. Mir wurde kein bisschen warm, ich hatte Schüttelfrost, mein Ruhepuls war bei über 100 – kurz, es ging mir ziemlich beschissen. Wir fuhren abends sogar mit dem Taxi zur Notaufnahme, da ich ziemlich hohes Fieber hatte. Der Arzt konnte nichts definitives feststellen, schrieb mich aber eine Woche krank. Nach ein paar Tagen ging es mir auch wieder gut und ich dachte nicht weiter drüber nach.

Wie das mit Angorapullis so ist, sie müssen mit der Hand gewaschen werden. Da ich nicht die Handwäscherin vor dem Herrn bin, fristete er erst mal eine lange Zeit sein Dasein im Wäschekorb.

Es dauerte wirklich ungefähr ein Jahr, bis er mal wieder zum Einsatz kam, dieses Mal im Büro. Ich war kerngesund, nicht das leiseste Fitzelchen einer Erkältung oder Grippe, aber gegen Mittag ging es wieder los. Ich bekam Schüttelfrost, meine Haut tat weh (das hab ich immer wenn ich krank werde) und ich fühlte mich schlapp. In meinem Kopf begann es zu rattern – ich dachte an eine Doku, die ich ein paar Monate vorher gesehen hatte (mehr dazu später), überschlug, dass beim letzten Mal, als ich diese Symptome hatte, der gleiche Pulli im Spiel war – Bingo! Ich fuhr sofort nach Hause, stieg in die Dusche, schrubbte meinen Oberkörper ab – und es ging mir gut! Der Pulli (in dem ich dann das Schildchen „Made in Bangladesh“ entdeckte) nahm seinen letzten Weg in die Tonne. Ich hatte nie mehr vergleichbare Symptome.

Zu der Doku: In Indien laufen die Bauern barfuß, nur mit der traditionellen „Windel“ bekleidet, durch die Baumwollfelder und spritzen Pestizide. Auch gepflückt wird sie ohne weiteren Schutz, genauso wie gefärbt (mit den sog. Azo-Farben). Die Färberinnen sind den Dämpfen die ganze Zeit ohne ausreichende Belüftung ausgesetzt. Ganze Stationen in dortigen Krankenhäusern sind voll mit todkranken Menschen, die schwerste Nervenschädigungen haben. Parallel dazu wurde von 2 Frauen in Deutschland berichtet, die ebenfalls schwerste Nervenschädigungen haben und kaum noch zu irgend etwas fähig sind. Die Berufe: Beide arbeiten im Textilhandel und packen täglich Ware aus, die aus Südostasien kommt. Die eine bei Kaufhof, die andere bei Takko. Eine der beiden hatte einen solchen Tremor, dass ihr Körper keine Sekunde mehr still stand.

Vielleicht denkt ja mal die eine oder andere darüber nach, warum es bei Primark so nach Chemie stinkt. Und überlegt bei den nächsten Grippesymptomen, ob es wirklich eine Grippe ist.

Ich weiß, wie bereits gesagt, es ist schwer, und vor allem mit kleinem Geldbeutel, wirklich darauf zu achten was man kauft. Ich habe leicht reden, ich lebe einen bestimmten Stil und habe es dadurch vergleichsweise leicht, Dinge zu finden, die in Europa oder den USA hergestellt sind. Und Vintage-Teile kommen ja nun mal per se nicht aus Südostasien. Aber inzwischen gibt es auch im normalen Fashionbereich einige gute Labels, die nicht nach 80er-Jahre-Öko aussehen. Und ganz ehrlich: Wer billig kauft, kauft eh zweimal. Warum also lieber eine Jeans für 10 €, die nach einem halben Jahr durch ist, als gleich eine nachhaltige, die ein langes Leben hat? Und den Körper nicht mit Gift durchtränkt…

Das waren meine 10 ct zum Thema – das drüber Nachdenken liegt natürlich bei jedem selbst.

Produkttest: Landliebe Milchreis

Und noch einen Test für Leckermäulchen durfte ich diesen Herbst mitmachen: Landliebe Milchreis.

Ich habe leider GAR KEIN Foto davon, weil ich beim Auspacken des wirklich riesigen Pakets nur gedacht habe: „Oh Gott, wie bekomme ich die alle in den Kühlschrank?“

Es war eine Menge an Milchreis, die mir da entgegenkam. Die Verpackung war wirklich sehr professionell – eine riesige Styroporkühlbox mit Kühlpads. Das Paket war zwei Tage vorher abgeschickt worden, stand dann bis zum frühen Abend bei meinem Nachbarn im Flur, und war wirklich noch alles kalt. 5 Schnäbel allein dafür.

 
 
Es waren tatsächlich 24 Becher (6 verschiedene Sorten) Milchreis, die ich nun in meinem Kühlschrank verstauen sollte. Irgendwie hab ich es auch geschafft, aber es war nicht leicht 🙂
 
 
Fertigmilchreis ist ja so eine Sache. Es ist im Grunde auch was, das man ganz schnell selbst zubereitet hat. Ich hab jedoch viele davon zum Frühstück gegessen, und wer kocht schon morgens um 6 Uhr Milchreis.
 
Ich war sehr gespannt auf das Produkt, denn ehrlich gesagt, war ich bisher vom Angebot fertigen Milchreises nicht wirklich begeistert. Ein Produkt, das ich kenne, ist schon vom Anblick her nicht sehr appetitlich und schmeckt auch nicht wirklich gut.
 
Um so begeisterter war ich vom Landliebe Milchreis. Er ist strahlend weiß, körnig und hat genau die richtige Konsistenz – nicht zu viel Flüssigkeit und schön cremig. Die Reiskörner haben noch Biss, und er schmeckt wirklich wie selbst gemacht.
 
Auch meine Mittester waren angenehm überrascht, denn sie hatten bisher die gleiche Meinung wie ich, was Fertigmilchreis im Becher angeht. Ich soll ausdrücklich meinen Schwager zitieren: „Den würde ich auf jeden Fall kaufen!“
 
Alle Sorten waren wirklich sehr gut, aber die folgenden Favoriten haben sich herauskristallisiert:
 
Traditionell und Schokolade waren die Lieblinge meiner Mittester. Mein absoluter Favorit war Aprikose, eine ganz neue Sorte, und auf Platz 2 kommt auch bei mir der traditionelle (also pur). Den kann man nämlich auch nach eigenem Geschmack verfeinern. Ich habe ihn z.B. mit Amarenakirschen aufgepeppt. Mmmmmmh….
 
Rundum zufrieden – solche leckere Tests mache ich gerne wieder!
 
 
 


Produkttest: Dr. Oetker Kleine Rührkuchen

Eigentlich bin ich schon viel zu spät dran für diesen Testbericht. Die Kuchen waren ganz schnell weg und was soll ich anderes darüber sagen: Sie waren lecker. Wirklich.

Aber so ein Bericht soll ja etwas mehr Information geben, daher gehe ich jetzt ein wenig ins Detail.

 
 
Das Testpaket enthielt eine lustige Einkaufstasche mit dem Kuchendesign sowie 1 Paket Zitronenkuchen, 1 Paket Marmorkuchen und 5 Pakete Schokokuchen.
 
Ich hätte gerne mehr Fotos davon gemacht, z.B. wie sie ohne Verpackung aussehen und verzückte Gesichter beim Essen, aber immer wenn wir welche davon gegessen haben, hab ich nicht daran gedacht… deshalb kommt jetzt nur mein Ranking.
 
Platz 3
 
Der Marmorkuchen. Marmorkuchen esse ich ganz gerne, ich muss ihn aber nicht haben. Ich habe noch nie einen gebacken (meine Schwiegermutter kann ihn eh besser) und er ist auch nicht der Kuchen meiner Wahl, wenn ich ins Café gehe. Die kleinen Marmorküchlein sind ganz lecker, sie sind komplett mit Schokolade überzogen, aber insgesamt waren sie mir etwas zu trocken. Würde ich also nicht unbedingt selbst kaufen.
 
Platz 2
 
Der Schokokuchen. Ich liebe Schokokuchen, und war deshalb sehr gespannt. Diese hier sind vom Geschmack her schön schokoladig. Es gibt keinen kompletten Schokoüberzug, sondern nur eine Schokoverzierung. Was mir allerdings gefehlt hat, war diese leichte Feuchtigkeit im Teig. Persönlich mag ich Schokokuchen lieber, der einen weichen Kern hat. Davon gibt es einige auf dem Markt. Sofern ich also nicht selbst backe, dann würde ich eher zu einem anderen Produkt greifen.
 
Der unangefochtene Platz 1
 
ZITRONENKUCHEN
 
Zitronenkuchen erinnert mich an meine Kindheit. Meine Mutter backt einen solch tollen Zitronenkuchen – Kastenform, oben schön aufgekracht und der Zitronenguss bahnt sich seinen Weg durch die aufgegangene Kruste ins Kucheninnere. Saftig und zitronig – einfach herrlich. Und genauso sind die kleinen Zitronenküchlein von Dr. Oetker. Unfassbar gut – ich fühlte mich beim ersten Bissen sofort in die Vergangenheit versetzt. Und war enttäuscht, dass es nur ein Paket (also 4 kleine Küchlein) davon gab. Diese kann man selbst nicht besser machen.
 
Fazit: Ja, ich kann die Küchlein empfehlen. Geschmacklich ist an keinem was auszusetzen. Alles andere sind persönliche Präferenzen.
 
Natürlich sagen viele: „Pf, Kuchen backt man selbst!“ Verstehe ich. Aber es kann nicht schaden, einen kleinen Vorrat an Fertigküchlein zuhause zu haben. Für unvorhergesehenen Besuch. Oder einfach für den schnellen Kuchengenuss zwischendurch. Aber ich würde hiervon nur die Zitronenküchlein kaufen.


Was ist in meiner Rumpelkammer… äh… Handtasche?

Die Inspiration zu diesem (kurzen) Artikel kam mir heute auf Facebook, wo die Zeitschrift myself regelmäßig veröffentlicht, welche Schätze sich in den Handtaschen ihrer Redaktionsmitglieder befinden (What’s in my bag)

Nachdem ich schon immer etwas schmunzeln musste über die Bilder, sprach mir heute ein Facebook-Kommentar so richtig aus der Seele. „so schaut’s doch bei niemandem in der Tasche aus…“

Recht hat sie, die mir unbekannte Kommentatorin. Alles farblich aufeinander abgestimmt, immer ausgefallene Marken, alle haben ein Notizbuch (um Inspirationen und spontane Einfälle festzuhalten) und nirgendwo etwas unnützes… Hahaha! Und natürlich steckt das alles in einer Designertasche!

Deshalb hier die ungeschminkte Wahrheit. SO sieht es in MEINER Handtasche aus:

Kassenzettel, abgelaufene Fahrkarten für die Fähre, Feuerzeuge, Zigaretten, einzelne Centstücke, Haarklammern, Bonbonpapier, vergessene Ohrringe… Kein LV-Portemonnaie, keine Prada-Kosmetiktasche, stinknormales Haarspray… Meine Handtasche ist übrigens dieses Modell (heute).
DAS ist die Realität, liebe Freundinnen 🙂
Habt einen schönen Tag! 
 

 

Was ist das nur mit den Birkenstocks?

Eigentlich sollte dieser Artikel ein Produkttest werden. Aber in letzter Zeit häufen sich die Diskussionen – sowohl auf Facebook als auch im wirklichen Leben – über die Ökolatschen (wie wir sie in den 80ern genannt haben), dass ich es unerlässlich finde, hierzu meinen Senf abzugeben.

Birkenstock-Schuhe – jeder kennt sie, und jeder hat eine Meinung dazu. Die Dinger polarisieren, entweder man liebt sie oder man hasst sie. Ich gehöre zur letzteren Fraktion.

Es ist nun exakt 50 Jahre her, dass sie erfunden wurden. Es gibt die drei bekannten Grundmodelle:

 
 
Früher sah man sie in Arztpraxen, bei Physiotherapeuten, Kellnerinnen, Krankenschwestern, Grüne-Politikern und -Anhängern – meiner Meinung nach der einzige Wirkungskreis, wo sie akzeptabel sind. Vielleicht generell Berufe, in denen man viel stehen muss. Und lange Zeit fristeten sie ihr Dasein auch ausschließlich dort.
 
Doch plötzlich sollen sie salonfähig sein. Und ich verstehe es nicht!
 
Heidi Klum brachte schon vor ein paar Jahren eine mit viel Blingbling versehene Kollektion heraus. Vor einem knappen Jahr brachte die Cosmopolitan Fotos von Models mit Birkenstocks an den Füssen und stilisierte sie zum großen Trend. Und alle laufen mit… Entschuldigung, nicht alle. Ich bin ein gallisches Dorf, sozusagen. Ich kann verstehen, wenn ein Laufstegmodel zwischen zwei Schauen dankbar in bequeme Schuhe schlüpft, denn Laufstegschuhe sind 1) meist sehr hoch und 2) in den seltensten Fällen in der passenden Größe verfügbar.
 
Dennoch, bei allem Wohlwollen, werten diese Schuhe ein „normales“ (sprich: weder Krankenhauskittel noch Homedress) Outfit ab. Da kann noch soviel Lack und/oder Strass etc. dran sein.
 
Subjektiv mögen sie ja bequem sein, aber objektiv kann sie doch wirklich niemand schön finden!?!? „Sie sind Mega im Trend“ ist für mich kein Grund…
 
Letzten Freitag gab es im Rahmen einer Modeveranstaltung die gleiche Diskussion. Ich ließ mich dazu hinreißen zu sagen, dass ich mir nur welche kaufen würde, wenn es welche mit Snoopy gäbe (eine Google-Recherche hat ergeben, dass es gottseidank bisher keine gibt). Ja, dann würde ich mir welche kaufen. Aber ich würde sie nur zuhause tragen. Außer Krankenhaus, Arzt- und Massagepraxis etc. (s.o.) der einzig legitime Ort für sie. Und nein, das Büro gehört nicht dazu.
 
Sagt mir Eure Meinungen, ich bin gespannt 🙂
 
 
 
 
 
 


Pink Box vs. Douglas Box of Beauty

Ihr wisst ja, dass ich für mein Leben gerne neue Kosmetikprodukte ausprobiere (klar, ist ja ein großer Bestandteil dieses Blogs). Da lag es vor 3 Jahren nahe, Abonnentin der Douglas Box of Beauty zu werden.

Das Konzept dieser Boxen ist immer gleich – man zahlt einen monatlichen Betrag und erhält dafür eine schöne Box, meist mit ein bis zwei Originalprodukten, der Rest Luxusproben.

Anfangs kostete die BoB €10,– und war eine Überraschungsbox. Dann wurde es dahingehend geändert, dass man sich den Inhalt selbst zusammenstellen konnte. D.h., an einem bestimmten Tag im Monat (den man vorher per Mail mitgeteilt bekam) konnte man ab 3 Uhr morgens (!!!) seinen Boxinhalt (mit Ausnahme des Originalproduktes) festlegen.

Ich hab das nur selten geschafft, denn wenn ich mich gegen 10 Uhr eingeloggt habe, waren meist die guten Sachen schon weg. Und ich weigerte mich, für Kosmetikprodukte um 3 Uhr aufzustehen (wie es der Douglas-Facebookseite zufolge wohl wirklich viele getan haben *gggg*).

Vor etwa einem Jahr änderte Douglas das ganze wieder hin zur Überraschungsbox. Ich fand das sowieso nicht schlecht, denn ich liebe Überraschungen. Und ich war auch immer zufrieden, konnte ich doch so auch ein paar Teile aus der Dita von Teese-Kollektion von art deco ergattern. Und aus den Dingen, die ich nicht brauche, stelle ich ja immer meine eigenen Boxen zur Verlosung zusammen.

Vor ein paar Monaten wurde nun wieder alles verändert. Nun sollten es Themenboxen sein, und der Preis wurde auf € 15,– erhöht. Die erste Box hatte das Thema „Hände“, die zweite „Haare“. Diese zwei Boxen waren richtig gut!

Nun zur Juni-Box. Das Thema war Sommer, und ehrlich, die war wirklich schlecht. Dazu kam, dass auf dem Lieferschein andere Produkte standen als in der Box zu finden waren (was lt. Douglas ein bedauerlicher Fehler war, der allerdings nur als Antwort auf einen Kommentar bei FB eingeräumt wurde).

Auf diese Box hin gab es einen kleinen Shitstorm auf der FB-Seite von Douglas. Ich beteilige mich zwar nicht an sowas, in Anbetracht der nun € 15,– habe ich aber nun auch angefangen mich nach Alternativen umzuschauen.

Gefunden habe ich die Pink Box, die mich schon allein wegen der Farbe neugierig gemacht hat.

Preis: € 13,95, Inhalt: mindestens 3 Originalprodukte UND eine (monatlich wechselnde) Zeitschrift.

Ich hab sie gleich bestellt, sie kam zwei Tage später. Hier nun der Vergleich.

1. Aufmachung

Optisch kann man über beide nichts schlechtes sagen; die BoB ist etwa tiffany-türkis, die Pink Box – naja, was wohl. Die BoB wird wie eine Schublade geöffnet, die Pinke hat einen Deckel zum Abnehmen. Punktestand: 1:1

2. Verpackung des Inhalts

 
 
Wie man sehen kann, ist der Inhalt der BoB in verkrumpeltes Papier gewickelt, der der Pink Box ist schön eingeschlagen, mit einem Klebesiegel geschlossen und mit einem pinken Schleifenband versehen. Punktestand: 2:1 für die Pink Box.
 
 
Nun zum wichtigsten, dem
 
 
3. Inhalt
 
 
 
 



BoB: Eine Handcreme als Originalprodukt (ungefähr die gefühlt 100.000ste, soviel Hände kann ich bis zum Rest meines Lebens gar nicht eincremen), eine Sondergröße Sun Cream von Lancaster und zwei Sondergrößen Sonnencreme und After Sun der Eigenmarke. Plus: ein WM-Schminkstift in schwarz-rot-Gold mit Douglas-Aufdruck. Abgesehen davon, dass das nicht meine Farben sind, ist das ein Werbegeschenk, dass man genauso an Tankstellen geschenkt bekommt, nur mit anderem Logo. (Den Stift habe ich bereits einem Kollegen geschenkt, für seine Kinder).

Pink Box: 3 Originalprodukte – ein Wilkinsonrasierer, die Nagelfolien von Sephora und ein Lippenbalsam von Tiroler Nussöl (plus die Zeitschrift Eat Smarter). Bei den Proben handelt es sich um BB-Cream von Olaz (die ich übrigens immer verwende, also super für den nächsten Kurztrip), einen Beauty-Drink sowie ein Shampoo für blondes, graues oder weißes Haar (da wird sich meine Mutter drüber freuen).

Punktestand 3:1 für die Pink Box.

Nimmt man noch den Preis hinzu, dann steht es eindeutig 4:1

Da ich ja eine loyale Kundin bin, werde ich die BoB aber noch nicht direkt kündigen. Ich werde ungefähr 2-3 Monate beide Boxen testen und mich dann entscheiden.

Für diesen Monat allerdings ist die Pink Box klare Siegerin und erhält von mir 5 Schnäbel



Emily Erdbeer – die Erfüllung eines Traums

Diesen Sommer ist für mich die Erfüllung eines lang gehegten Traums in Erfüllung gegangen.

Ich

 
drrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr (Trommelwirbel)
 
 
 
HABE MIR EINEN ROLLER GEKAUFT!!!!!
 
 
 
Mit 16 hatte ich – wie viele bei uns zuhause – ein Mofa. Fuhr 25 km/h, und man brauchte dafür einen Mofaführerschein (das war einfach eine theoretische Prüfung).
 
Damals gab es noch den Führerschein 1b, den konnte man mit 16 machen, und damit konnte man dann 50er und 80er Maschinen fahren. Für einen Roller (egal welche Leistung) hätte ich also diesen Führerschein gebraucht, aber trotz neidischer Blicke auf die Roller diverser Schulkolleginnen hat mir mein Mofa damals gereicht. Ich bin das kleine süße Ding auch noch gefahren, als ich längst den Autoführerschein hatte – bis zu dem Tag, an dem ich einen Unfall hatte und mir das Bein brach.
 
 
Seitdem bin ich nicht mehr motorisiert Zweirad gefahren, sondern nur noch Auto und Fahrrad.
 
 
Aber der Wunsch nach einem Roller war immer vorhanden, wenn auch unterdrückt.
 
 
Diesen Sommer hab ich endlich nachgegeben und mir meinen Traum erfüllt. Es ist ein Retronachbau in rot-weiß (eigentlich wollte ich ihn in rosa-weiß kaufen, habe mich aber aus Vernunfts- und Altersgründen dagegen entschieden).
 
 
Letzten Mittwoch wurde er geliefert:
 
 
 
 
Allein die Anlieferung hat in unserer Straße schon für einiges Aufsehen gesorgt *gg* (oben mittig könnt ihr das gleiche Modell noch in cremeweiß sehen, auch sehr schön).
 
 
Jetzt musste natürlich noch ein Helm her. Kann ja kein 08/15-Modell sein, sondern muss stylish sein UND den EU-Normen für Sicherheit etc. entsprechen. Nach intensivem Suchen habe ich mich dann hierfür entschieden:
 
 

 
 



Tja, da stand er nun. Ein wenig mulmig war mir dann schon – ihr erinnert Euch, letzte Mofafahrt führte zu einem Unfall, da war ich 18einhalb – einigen wir uns drauf, dass das schon ein paar Tage her ist…
 
 
Aber was soll’s, ich hab eine Runde im Hof gedreht und schon war das alte Gefühl wieder da. Und was soll ich sagen: Rollerfahren macht soooo viel Spaß! Ich bin wirklich froh, dass ich es endlich getan habe.
 
 
Was hat Emily Erdbeer damit zu tun?
 
 
Bei mir hat alles einen Namen. Mein Auto heißt z.B. René der Renault. Deshalb kam die Frage auf: Wie nenn‘ ich den Roller? Lustigerweise fragte auch meine Mutter gestern am Telefon ob er schon einen Namen hätte.
 
 
Meine liebe Kollegin Susanne kam dann heute auf die einzig wahre Antwort. Erdbeer-Helm + rot-weißer Roller = Emily Erdbeer. Liebevoll auch Emmy genannt.
 

 

 
Hiermit bist du nun also getauft 🙂 Und ich freu mich auf Spritztouren in einem hoffentlich langen, sonnigen Sommer!
 
 


Ein vergessenes Stück Mode: Der Unterrock

Wer kennt ihn nicht, klassisch in crème, weiß oder schwarz hat ihn sicher jeder früher bei der Mutter oder zumindest der Großmutter gesehen: Den Unterrock.

Ein ziemlich züchtiges Kleidungsstück, um transparente Röcke und Kleider sittsam zu machen, aber auch ziemlich nützlich, wenn Röcke und Kleider ungefüttert waren.

Die Geschichte mit dem „sittsam“ ist mir tatsächlich gerade eben eingefallen. Als ich ca. eine Woche in meinem Ausbildungsbetrieb war, hatte ich einen weißen Rock an. Ich lief an meiner (damals schon über 50jährigen) Kollegin vorbei, und sie sagte mir, man sähe meinen Slip. Ich sagte, ok, dann ziehe ich in der Mittagspause etwas anderes an. Sie, völlig indigniert: „Ja, haben Sie denn keinen Unterrock???“ – Es war 1988, ich war sehr jung und dachte mich tritt ein Pferd. Wie altmodisch ist die denn drauf?

Nun ja, die Zeiten ändern sich, wir haben 2014, ich trage alte Kleidung oder solche, die alt aussieht…

Eins meiner neuen Kleider, das alt aussieht, hatte ich am Sonntag an. Es ist wunderschön, hellblau mit Blümchen, leicht und duftig, eigentlich auch sehr züchtig, aber: es ist ungefüttert. Und so klebte mir das gute Stück bei jedem Schritt an den Beinen. Gut, ich war in meiner Heimatstadt und dort war zufällig verkaufsoffener Sonntag. So kam ich dann nach 26 Jahren erstmalig auf die Idee, mir einen Unterrock zu kaufen.

Aber: weit gefehlt. Ich war in jedem Wäschegeschäft, aber es wird einem überall nur noch Shapewear angeboten. Hat sicher auch seine Berechtigung, nützt mir aber in dem Fall nichts. Der Einfall kam dann ziemlich schnell: Warum nähe ich mir nicht selbst einen?

Am nächsten Tag fiel ich dann im Stoffgeschäft ein. Meine Beute:

1,50 m cremefarbener Futterstoff
1,50 m gleich- oder ähnlichfarbige Spitze (wobei, Kontrast sieht bestimmt auch toll aus
Garn
Gummiband (5mm breit)

 
 
Gestern ging dann der Nähkurs wieder los (zuhause nähe ich irgendwie nie…), und ich machte mich ans Werk. Ist ganz einfach, ich hatte nicht einmal einen Schnitt. Hüftweite messen, den Stoff im Stoffbruch falten und – von dort beginnend – die halbe Hüftweite abmessen. Waren bei mir 49 cm plus 1cm Nahtzugabe, Länge ist individuell. Ich habe 65 cm zugeschnitten und danach gekürzt; ich wollte dass er knapp über dem Knie endet.
 
 
Die Seitenkanten versäubern, die Seitennaht schließen, unten ca. 20 cm offen lassen (für den Schlitz). Dann anprobieren wegen der Länge und nach Belieben kürzen. Danach die untere Kante versäubern. In der Taille evtl. noch einen Abnäher setzen. Die obere Kante (nach innen) 1 cm einschlagen und feststecken, bügeln, und danach nochmals 1 cm einschlagen. An der unteren Einschlagkante festnähen und (am besten in Höhe der Seitennaht) 1 cm offen lassen.
 
Die Spitze von außen an die versäuberte Saumkante nähen und an den Schlitz. Danach muss nur noch mit einer Sicherheitsnadel das Gummi durch den Tunnel gezogen werden (und glaubt mir, DAS hat am längsten gedauert). Am besten lässt man es solange auf der Rolle. Wenn Ihr durch seid, Gummi festhalten (oder am besten mit der Sicherheitsnadel zusammenstecken), anprobieren, und die Weite regulieren. Danach das Gummi zusammennähen.
 
Et voila, ein fertiger Unterrock. Dauer: ca. 3 Stunden, Materialkosten: ca. 28 Euro. 
 
 
Viel Spaß beim Ausprobieren!


Must Have im Mai

Vor kurzem haben Thorsten und ich beim Zappen auf QVC (echt ein Geheimtipp, wenn überhaupt nichts läuft, auf QVC oder AstroTV unterhält man sich glänzend) dieses Teil hier gesehen:


Foto: Babyliss

Es sieht aus als ob die Haare von einem Staubsauger eingesaugt werden und nach kurzer Zeit kommt eine wunderschön geformte Locke raus.

Wir waren beide etwas skeptisch – Teleshop und so -, aber andererseits ist Babyliss eine gute Marke, von der ich auch schon einige tolle Produkte besitze.

Naja, das Teil geriet in Vergessenheit. Vor zwei Wochen jedoch war ich beim Friseur (meinem Lieblingssalon in Nippes, Je suis ). Eine Kundin kam, die sich eine Brautfrisur probestecken lassen wollte, mit wunderschönen dicken langen Haaren.

Und siehe da, Sabrina, die Chefin, kam mit just diesem Gerät an. UND ES FUNKTIONIERT WIRKLICH!

Die Haarsträhne wird komplett eingezogen, und nach kurzer Zeit hat man eine wunderschöne, perfekte Locke. Ich war wirklich baff.

Genau das richtige für alle, die mit Lockenstab oder Wicklern nicht umgehen können. Ich zum Beispiel bekomme immer die Krise, wenn ich vor dem Spiegel stehe und dann grundsätzlich in die falsche Richtung wickle.

Es steht schon auf meinem Amazon-Wunschzettel. Aus Erfahrung bleiben Dinge dort nicht lange stehen *grins*

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!