Vintage – Zeitschriften

Ich bin ein richtiger Zeitschriften-Junkie. Und zeitweise hatte ich wirklich alles auf dem Markt abonniert, was wichtig ist (außer den sog. Oma-Zeitschriften) – monatlich oder im 14-Tage-Rhythmus trafen sich in meinem Briefkasten Elle, marie-claire, Glamour, Myself, Elle Decoration, Amica, InStyle, usw. usf.

Irgendwann war es mir dann alles zuviel. Davon abgesehen, dass ich zwischenzeitlich eh nicht mehr so sehr an aktueller Mode interessiert bin, stand doch in allen das Gleiche drin. Vor allem Interviews: Ein Star, der gerade einen Film promotet, sammelt alle Journalist(inn)en gleichzeitig in seiner Hotelsuite ein, und so erscheint dann in Monat x das gleiche Interview in allen Blättern. Last but not least – dafür, dass es bei manchen Zeitschriften die ersten 20 Seiten umzublättern gilt, bis nach der Werbung der erste redaktionelle Beitrag kommt, sind sie auf Dauer ganz schön teuer. Und ehrlich gesagt, für die Glamour bin ich schon mindestens seit 10 Jahren zu alt..

Also habe ich nach und nach alle Abos gekündigt. (Ok, die InStyle hab ich behalten) Allerdings musste Ersatz her, der idealerweise auch meine speziellen Neigungen bedient.

Als Allererstes wurde ich auf die englische Her Vintage Life aufmerksam. Alles drin, was man auch in anderen Zeitschriften findet, aber eben auf das Vintage-Leben abgestimmt (und wenn ich die ganzen Veranstaltungshinweise lese, bin ich ein bisschen neidisch und möchte in England leben)

Das Jahresabo ist – selbst aus England – auch nicht unbedingt teurer als ein „herkömmliches“, und sie ist immer am Erscheinungstag im Briefkasten.

Dann – oh Freude – kam vor zweieinhalb Jahren eine nette junge Dame aus Bonn auf die Idee, eine deutsche Vintage-Zeitschrift (die erste am Markt!!!) zu etablieren. Quasi im Alleingang hat sie es geschafft, die ersten zwei (oder drei?) Ausgaben herauszubringen, und schließlich ist es durch Crowdfunding gelungen, einen richtigen Vertrieb, der auch Bahnhofsbuchhandlungen einschließt, zu errichten.

Die Rede ist vom Vintage Flaneur, dessen Aufbau wohl jede deutsche Vintage-Liebhaberin von Anfang an gerne beobachtet und auch unterstützt hat.


Ich hoffe, es wird ihn noch viele Jahre geben!

Und zu guter letzt kam vor kurzem eine weitere englische Zeitschrift auf den Markt: In Retrospect.

Als die erste Ausgabe erschien, habe ich sie mir bestellt; mit der Zweiten, die vor 2 Wochen erschien, war dann auch ein Abo möglich, welches ich direkt in Anspruch genommen habe. Auch eine sehr schöne Zeitschrift, der ich eine lange Zukunft wünsche.


Wer braucht da noch Glamour & Co.?

Abo-Informationen für alle Zeitschriften findet ihr auf den jeweils verlinkten Webseiten. Viel Spaß beim Stöbern!

Wenn Kleider krank machen…

Artikel, die von billig produzierten Kleidungsstücken handeln, gab es in der letzten Zeit ziemlich viele.

Meistens poppen sie auf, wenn in Bangladesh eine Nähfabrik brennt oder in einer Großstadt eine neue Primark-Filiale eröffnet. Dann wird auf die Situation der unter miesen Arbeitsbedingungen leidenden und schlecht bezahlten Näherinnen in Südostasien hingewiesen. Alle sind kurze Zeit rechtschaffen empört – und das war es dann wieder. Man kehrt zurück zur Tagesordnung.

Das Schlimme ist, es betrifft ja leider bei weitem nicht die ganzen Billigketten wie Primark, KiK etc., sondern auch teure Labels, die dort zu den gleichen Bedingungen produzieren lassen. Das macht es natürlich schwer, dem Ganzen zu entgehen. Ein weiteres Argument, das man immer gern hört, ist „Wenn man aber gar nichts mehr kauft, dann haben die ja keinen Job mehr!“

Stimmt natürlich, aber darum geht es nicht. Bedingungen und Bezahlung müssen verbessert werden, es geht nicht darum, die Näherei stillzulegen. Und was die Bedingungen betrifft, so sind wir auch nicht nur indirekt davon betroffen. Hier erzähle ich euch nun etwas, das ich am eigenen Leib erfahren habe.

Vor ca. 10 Jahren war ich sonntags zum Geburtstagsbrunch bei einer Freundin. Ich trug einen wunderschönen schwarzen Angorapulli, den ich mir für ~ 70 € bei 3 Suisses bestellt hatte. Auf der Heimfahrt fühlte ich mich leicht fiebrig und grippig, aber hey, es war Anfang Januar – kein Wunder! Zuhause angekommen zog ich mich aus und legte mich sofort ins Bett. Es wurde immer schlimmer. Mir wurde kein bisschen warm, ich hatte Schüttelfrost, mein Ruhepuls war bei über 100 – kurz, es ging mir ziemlich beschissen. Wir fuhren abends sogar mit dem Taxi zur Notaufnahme, da ich ziemlich hohes Fieber hatte. Der Arzt konnte nichts definitives feststellen, schrieb mich aber eine Woche krank. Nach ein paar Tagen ging es mir auch wieder gut und ich dachte nicht weiter drüber nach.

Wie das mit Angorapullis so ist, sie müssen mit der Hand gewaschen werden. Da ich nicht die Handwäscherin vor dem Herrn bin, fristete er erst mal eine lange Zeit sein Dasein im Wäschekorb.

Es dauerte wirklich ungefähr ein Jahr, bis er mal wieder zum Einsatz kam, dieses Mal im Büro. Ich war kerngesund, nicht das leiseste Fitzelchen einer Erkältung oder Grippe, aber gegen Mittag ging es wieder los. Ich bekam Schüttelfrost, meine Haut tat weh (das hab ich immer wenn ich krank werde) und ich fühlte mich schlapp. In meinem Kopf begann es zu rattern – ich dachte an eine Doku, die ich ein paar Monate vorher gesehen hatte (mehr dazu später), überschlug, dass beim letzten Mal, als ich diese Symptome hatte, der gleiche Pulli im Spiel war – Bingo! Ich fuhr sofort nach Hause, stieg in die Dusche, schrubbte meinen Oberkörper ab – und es ging mir gut! Der Pulli (in dem ich dann das Schildchen „Made in Bangladesh“ entdeckte) nahm seinen letzten Weg in die Tonne. Ich hatte nie mehr vergleichbare Symptome.

Zu der Doku: In Indien laufen die Bauern barfuß, nur mit der traditionellen „Windel“ bekleidet, durch die Baumwollfelder und spritzen Pestizide. Auch gepflückt wird sie ohne weiteren Schutz, genauso wie gefärbt (mit den sog. Azo-Farben). Die Färberinnen sind den Dämpfen die ganze Zeit ohne ausreichende Belüftung ausgesetzt. Ganze Stationen in dortigen Krankenhäusern sind voll mit todkranken Menschen, die schwerste Nervenschädigungen haben. Parallel dazu wurde von 2 Frauen in Deutschland berichtet, die ebenfalls schwerste Nervenschädigungen haben und kaum noch zu irgend etwas fähig sind. Die Berufe: Beide arbeiten im Textilhandel und packen täglich Ware aus, die aus Südostasien kommt. Die eine bei Kaufhof, die andere bei Takko. Eine der beiden hatte einen solchen Tremor, dass ihr Körper keine Sekunde mehr still stand.

Vielleicht denkt ja mal die eine oder andere darüber nach, warum es bei Primark so nach Chemie stinkt. Und überlegt bei den nächsten Grippesymptomen, ob es wirklich eine Grippe ist.

Ich weiß, wie bereits gesagt, es ist schwer, und vor allem mit kleinem Geldbeutel, wirklich darauf zu achten was man kauft. Ich habe leicht reden, ich lebe einen bestimmten Stil und habe es dadurch vergleichsweise leicht, Dinge zu finden, die in Europa oder den USA hergestellt sind. Und Vintage-Teile kommen ja nun mal per se nicht aus Südostasien. Aber inzwischen gibt es auch im normalen Fashionbereich einige gute Labels, die nicht nach 80er-Jahre-Öko aussehen. Und ganz ehrlich: Wer billig kauft, kauft eh zweimal. Warum also lieber eine Jeans für 10 €, die nach einem halben Jahr durch ist, als gleich eine nachhaltige, die ein langes Leben hat? Und den Körper nicht mit Gift durchtränkt…

Das waren meine 10 ct zum Thema – das drüber Nachdenken liegt natürlich bei jedem selbst.

Was ist in meiner Rumpelkammer… äh… Handtasche?

Die Inspiration zu diesem (kurzen) Artikel kam mir heute auf Facebook, wo die Zeitschrift myself regelmäßig veröffentlicht, welche Schätze sich in den Handtaschen ihrer Redaktionsmitglieder befinden (What’s in my bag)

Nachdem ich schon immer etwas schmunzeln musste über die Bilder, sprach mir heute ein Facebook-Kommentar so richtig aus der Seele. „so schaut’s doch bei niemandem in der Tasche aus…“

Recht hat sie, die mir unbekannte Kommentatorin. Alles farblich aufeinander abgestimmt, immer ausgefallene Marken, alle haben ein Notizbuch (um Inspirationen und spontane Einfälle festzuhalten) und nirgendwo etwas unnützes… Hahaha! Und natürlich steckt das alles in einer Designertasche!

Deshalb hier die ungeschminkte Wahrheit. SO sieht es in MEINER Handtasche aus:

Kassenzettel, abgelaufene Fahrkarten für die Fähre, Feuerzeuge, Zigaretten, einzelne Centstücke, Haarklammern, Bonbonpapier, vergessene Ohrringe… Kein LV-Portemonnaie, keine Prada-Kosmetiktasche, stinknormales Haarspray… Meine Handtasche ist übrigens dieses Modell (heute).
DAS ist die Realität, liebe Freundinnen 🙂
Habt einen schönen Tag! 
 

 

Was ist das nur mit den Birkenstocks?

Eigentlich sollte dieser Artikel ein Produkttest werden. Aber in letzter Zeit häufen sich die Diskussionen – sowohl auf Facebook als auch im wirklichen Leben – über die Ökolatschen (wie wir sie in den 80ern genannt haben), dass ich es unerlässlich finde, hierzu meinen Senf abzugeben.

Birkenstock-Schuhe – jeder kennt sie, und jeder hat eine Meinung dazu. Die Dinger polarisieren, entweder man liebt sie oder man hasst sie. Ich gehöre zur letzteren Fraktion.

Es ist nun exakt 50 Jahre her, dass sie erfunden wurden. Es gibt die drei bekannten Grundmodelle:

 
 
Früher sah man sie in Arztpraxen, bei Physiotherapeuten, Kellnerinnen, Krankenschwestern, Grüne-Politikern und -Anhängern – meiner Meinung nach der einzige Wirkungskreis, wo sie akzeptabel sind. Vielleicht generell Berufe, in denen man viel stehen muss. Und lange Zeit fristeten sie ihr Dasein auch ausschließlich dort.
 
Doch plötzlich sollen sie salonfähig sein. Und ich verstehe es nicht!
 
Heidi Klum brachte schon vor ein paar Jahren eine mit viel Blingbling versehene Kollektion heraus. Vor einem knappen Jahr brachte die Cosmopolitan Fotos von Models mit Birkenstocks an den Füssen und stilisierte sie zum großen Trend. Und alle laufen mit… Entschuldigung, nicht alle. Ich bin ein gallisches Dorf, sozusagen. Ich kann verstehen, wenn ein Laufstegmodel zwischen zwei Schauen dankbar in bequeme Schuhe schlüpft, denn Laufstegschuhe sind 1) meist sehr hoch und 2) in den seltensten Fällen in der passenden Größe verfügbar.
 
Dennoch, bei allem Wohlwollen, werten diese Schuhe ein „normales“ (sprich: weder Krankenhauskittel noch Homedress) Outfit ab. Da kann noch soviel Lack und/oder Strass etc. dran sein.
 
Subjektiv mögen sie ja bequem sein, aber objektiv kann sie doch wirklich niemand schön finden!?!? „Sie sind Mega im Trend“ ist für mich kein Grund…
 
Letzten Freitag gab es im Rahmen einer Modeveranstaltung die gleiche Diskussion. Ich ließ mich dazu hinreißen zu sagen, dass ich mir nur welche kaufen würde, wenn es welche mit Snoopy gäbe (eine Google-Recherche hat ergeben, dass es gottseidank bisher keine gibt). Ja, dann würde ich mir welche kaufen. Aber ich würde sie nur zuhause tragen. Außer Krankenhaus, Arzt- und Massagepraxis etc. (s.o.) der einzig legitime Ort für sie. Und nein, das Büro gehört nicht dazu.
 
Sagt mir Eure Meinungen, ich bin gespannt 🙂
 
 
 
 
 
 


Ein vergessenes Stück Mode: Der Unterrock

Wer kennt ihn nicht, klassisch in crème, weiß oder schwarz hat ihn sicher jeder früher bei der Mutter oder zumindest der Großmutter gesehen: Den Unterrock.

Ein ziemlich züchtiges Kleidungsstück, um transparente Röcke und Kleider sittsam zu machen, aber auch ziemlich nützlich, wenn Röcke und Kleider ungefüttert waren.

Die Geschichte mit dem „sittsam“ ist mir tatsächlich gerade eben eingefallen. Als ich ca. eine Woche in meinem Ausbildungsbetrieb war, hatte ich einen weißen Rock an. Ich lief an meiner (damals schon über 50jährigen) Kollegin vorbei, und sie sagte mir, man sähe meinen Slip. Ich sagte, ok, dann ziehe ich in der Mittagspause etwas anderes an. Sie, völlig indigniert: „Ja, haben Sie denn keinen Unterrock???“ – Es war 1988, ich war sehr jung und dachte mich tritt ein Pferd. Wie altmodisch ist die denn drauf?

Nun ja, die Zeiten ändern sich, wir haben 2014, ich trage alte Kleidung oder solche, die alt aussieht…

Eins meiner neuen Kleider, das alt aussieht, hatte ich am Sonntag an. Es ist wunderschön, hellblau mit Blümchen, leicht und duftig, eigentlich auch sehr züchtig, aber: es ist ungefüttert. Und so klebte mir das gute Stück bei jedem Schritt an den Beinen. Gut, ich war in meiner Heimatstadt und dort war zufällig verkaufsoffener Sonntag. So kam ich dann nach 26 Jahren erstmalig auf die Idee, mir einen Unterrock zu kaufen.

Aber: weit gefehlt. Ich war in jedem Wäschegeschäft, aber es wird einem überall nur noch Shapewear angeboten. Hat sicher auch seine Berechtigung, nützt mir aber in dem Fall nichts. Der Einfall kam dann ziemlich schnell: Warum nähe ich mir nicht selbst einen?

Am nächsten Tag fiel ich dann im Stoffgeschäft ein. Meine Beute:

1,50 m cremefarbener Futterstoff
1,50 m gleich- oder ähnlichfarbige Spitze (wobei, Kontrast sieht bestimmt auch toll aus
Garn
Gummiband (5mm breit)

 
 
Gestern ging dann der Nähkurs wieder los (zuhause nähe ich irgendwie nie…), und ich machte mich ans Werk. Ist ganz einfach, ich hatte nicht einmal einen Schnitt. Hüftweite messen, den Stoff im Stoffbruch falten und – von dort beginnend – die halbe Hüftweite abmessen. Waren bei mir 49 cm plus 1cm Nahtzugabe, Länge ist individuell. Ich habe 65 cm zugeschnitten und danach gekürzt; ich wollte dass er knapp über dem Knie endet.
 
 
Die Seitenkanten versäubern, die Seitennaht schließen, unten ca. 20 cm offen lassen (für den Schlitz). Dann anprobieren wegen der Länge und nach Belieben kürzen. Danach die untere Kante versäubern. In der Taille evtl. noch einen Abnäher setzen. Die obere Kante (nach innen) 1 cm einschlagen und feststecken, bügeln, und danach nochmals 1 cm einschlagen. An der unteren Einschlagkante festnähen und (am besten in Höhe der Seitennaht) 1 cm offen lassen.
 
Die Spitze von außen an die versäuberte Saumkante nähen und an den Schlitz. Danach muss nur noch mit einer Sicherheitsnadel das Gummi durch den Tunnel gezogen werden (und glaubt mir, DAS hat am längsten gedauert). Am besten lässt man es solange auf der Rolle. Wenn Ihr durch seid, Gummi festhalten (oder am besten mit der Sicherheitsnadel zusammenstecken), anprobieren, und die Weite regulieren. Danach das Gummi zusammennähen.
 
Et voila, ein fertiger Unterrock. Dauer: ca. 3 Stunden, Materialkosten: ca. 28 Euro. 
 
 
Viel Spaß beim Ausprobieren!


Revival der Kitten Heels

Gibt es etwas schöneres als neue Schuhe? Schuhe gehen immer. Sie sind unabhängig von der Kleidergröße – ob ich jetzt ein paar Kilo zunehme oder abnehme, sie passen immer und sind gut zu mir – sie machen ein schönes Bein, verzaubern ein Outfit, verändern meinen Gang…

Gut, ich spreche jetzt nur von der Art Schuhe, die ich gewöhnlich trage, Turn-, Wander- oder ähnliches Schuhwerk sind damit natürlich nicht gemeint, auch wenn diese von Zeit zu Zeit ihre Berechtigung haben mögen.

Diesen Sommer habe ich mich auf Kitten Heels eingeschossen!

Kitten Heels hatten ihre große Zeit in den 1950er und 60er Jahren – eigentlich waren sie dafür gedacht, junge Mädchen an Absätze zu gewöhnen. Aber sie waren so bezaubernd, dass sie bald auch von erwachsenen Frauen getragen wurden.

Meine Mutter hatte zu ihrer Hochzeit ein wunderschönes Paar in perlmutt-weiß von Peter Kaiser. Damals kosteten diese 50 DM, was ganz schön teuer war (heute ist ein PK-Schuh nicht unter 100 Euro zu bekommen). Als Teenager durfte ich sie manchmal tragen, unter der Prämisse, dass ich aufpasse wie ein Luchs. Nächste Woche bekomme ich sie geschenkt – sie sind 47 Jahre alt!

Aber ein paar ist nicht genug, und ich habe auch noch ein paar Mädchentraum-Kleidchen für den Sommer, für die ich einfach keine passenden Schuhe hatte. Bis heute. 

Gerade wurde nämlich ein bunter Strauß Schuhe geliefert 

Die koralle-farbenen werden künftig Clarissa begleiten, die creme-farbenen mit dem gelben Streifen dürfen mit Lily ausgehen…

Welche Schuhe werdet Ihr diesen Sommer lieben?

Wie alt ist zu alt?

Die Frage stelle ich mir immer mal wieder; kürzlich habe ich auch in einem englischen Vintage-Blog darüber gelesen – die Autorin befürchtete, mit 28 zu alt für Retro-Schürzenkleider zu sein, und nun bin ich auf Facebook mit der Nase darauf gestossen worden (betraf nicht mich, sondern einen meiner Kontakte).

Was mich betrifft, ich habe die 40 bereits überschritten, wage aber behaupten zu dürfen, dass ich nicht so aussehe. Auch sind mein Körper und meine Haut noch gut in Schuss, also denke ich nicht, dass ich mich künftig in Brax-Hosen, Mephisto-Schuhe u.ä. hüllen muss, und auch meine Haare muss ich nicht in einem grauen praktischen Kurzhaarschnitt tragen

40 ist eh das neue 30, und wenn man sich so manche Damen aus Hollywood ansieht (ok, der Vergleich hinkt vielleicht, wenn man sich die medizinischen Hilfsmittel überlegt, die ihnen zur Verfügung stehen und die sie auch kräftig nutzen) – trotzdem, viele sehen auch von Natur aus nicht aus wie das, was man noch vor 30 Jahren eine „ältere Frau“ nannte.

Ich auf jeden Fall wehre mich entschieden gegen dieses Etikett. Natürlich würde ich keine Ultra-Minis und bauchfrei tragen, aber das habe ich auch mit 20 nicht gemacht.

Aber ich trage mein Haar so lang wie ich es will, ich lasse mich tätowieren, wenn ich Lust darauf habe und ich trage Röcke mit Petticoat. Und wer behauptet, über 40 könne man keine Chucks mehr tragen, der ist irgendwo stehen geblieben. Es ist nicht so, dass man mit aller Macht seine Jugend festhalten sollte, aber ich z.B. bin noch lange nicht soweit, eine „ältere“ Frau zu sein.

Klar sollten die genetischen Vorraussetzungen schon gegeben sein, aber nach meiner Meinung ist man so alt, wie man sich selbst macht. Meine Mutter ist 65, und selbst das kann ich manchmal nicht glauben, denn sie ist eigentlich jünger als viele meines Alters, die ich kenne. Und das im positiven Sinne!

Wie denkt Ihr darüber?