Unfinished Projects

An die Handarbeiterinnen unter Euch da draußen!

Habt Ihr auch solche Projekte, die einfach nicht fertig werden? Die über einem hängen wie ein Damokles-Schwert?

Hier meine drei neverending projects:

1. Das Kaschmir-Cape

Ich nenne es insgeheim (naja, jetzt nicht mehr ganz so geheim) das „Cape des Grauens“. 

Angefangen habe ich es im Februar 2013, als zweites, ehrgeiziges Projekt meiner beginnenden Näherinnen-Karriere. Als der Sommer kam, wollte ich was sommerliches nähen und hab es erst mal ad acta gelegt.

Im letzten Winterkurs habe ich es dann wieder rausgekramt, und eigentlich ist es auch fast fertig. Wenn ich nicht das Problem mit dem Futter hätte. Zuerst habe ich es am Saum festgesteckt, da schaute es unten heraus. Danach habe ich es etwas höher gesteckt mit dem Ergebnis, dass der Stoff nun nach oben gezogen war. Soweit sind wir jetzt gerade… Und erst, wenn ich das Futter am Saum befestigt habe, kann ich nämlich erst die wirklichen Endschritte vornehmen: die Paspelierung an den Vorderteilen und dem Halsausschnitt sowie die Verschlüsse anbringen…

2. Der Bleistiftrock

 Auf diesen Rock bin ich eigentlich ziemlich stolz, denn er ist das erste Kleidungsstück, das ich komplett ohne Hilfe genäht habe, und ich habe im Gegensatz zu dem ersten, den ich vor einem Jahr genäht habe, nur 3 Abende dafür gebraucht. Aber nun ist der Saum an der Reihe. Den muss ich mit der Hand nähen.

Das ist mein großes Problem, alles was ich mit der Hand machen muss, will ich nicht machen. Maschine – kein Problem. Hand – nein danke! 

3. Die Zpaghetti-Tasche

…für meine Freundin Ute…


Im Grunde fehlen da nur noch 16 Reihen und der Abschlussbund, dann wird sie zusammengeklappt, die Seiten verschlossen und die Bambusgriffe befestigt. Keine Arbeit…

Ok, hiermit verspreche ich, dass ich die Tasche bis zu unserem Brunch am Sonntag fertig habe, Ute. 

Dann kann ich ein Teil schon mal von der Liste streichen.

Und was sind Eure „Projekte des Grauens“?

DIY – Stricken mit T-Shirt-Streifen

Kennt Ihr Hoooked Zpaghetti?

Vor kurzem hat eine Freundin zum Nähkurs ein Heft für Taschen mitgebracht – zum Nähen, Stricken, Häkeln, Filzen etc.

Da fiel mir sofort diese hübsche kleine Tasche ins Auge. Also hab ich mir schnell die Anleitung abfotografiert und die „Zutaten“ bestellt.

(Dass es das Set gibt, welches 6 Euro günstiger ist als die Einzelbestellung, hab ich erst hinterher gemerkt…)

Das „Strickgarn“ besteht aus recycleten Resten aus der Textilindustrie. Salopp gesagt, sind es T-Shirt-Stoffstreifen, ca. 1cm breit.

Als die Sachen dann kamen, bin ich fast zusammengebrochen: Ein „Wollbollen“ wiegt ungefähr 1 Kilo, die 12er-Bambusstricknadeln sind richtige Mordwerkzeuge.

Ich kann Euch sagen, allein schon der Maschenanschlag war schon ein Kraftakt. Mehr als 4-5 Reihen auf einmal kann man – also ich zumindest – auch nicht stricken, geht ganz schön auf die Unterarme und Handgelenke; vor allem, weil das Material auf den Holznadeln nicht richtig rutscht. Nachdem ich nun auf Kunststoffnadeln umgestiegen bin, geht es deutlich besser.

Das fertige Produkt werde ich natürlich auch präsentieren – ich werde als Futter noch einen hübschen bunten Stoff einnähen, damit auch nichts rausfallen kann.

Mit dem Material kann man wirklich schöne Sachen machen – Körbchen, Sitzpoufs etc. Auf der Homepage sind tolle Anregungen und Bücher dazu gibt es auch.

Ran an die Nadeln, Mädels!