Endlich ein schöner Nähplatz

Nachdem wir letztes Jahr erfolgreich die Vögel aus dem Vogelzimmer vertrieben haben (Scherz, einige sind noch drin, andere wohnen in einem anderen Zimmer), um uns unsere Wohnung zurückzuholen, hatte ich mir auch einen kleinen Nähplatz eingerichtet. Der Tisch ist ein alter Singer-Nähtisch aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, von wann genau weiß ich nicht, aber meine moderne Singer lässt sich perfekt in die Aussparung integrieren.

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Noch ziemlich überschaubar, oder? Nun ja, oft benutzt habe ich ihn nicht in so ziemlich genau den letzten 12 Monaten, in denen er verfügbar war, was hauptsächlich daran lag, dass ich immer mehr den Platz als Ablage für Zeitschriften, Stoffe, Schnitte und ähnliches benutzt habe. Und nachdem ich mir beim Amazon-Day im Juni eine günstige Overlock geschossen hatte, war klar, jetzt habe ich erst recht nicht mehr genug Platz. Bis gestern Mittag sah das Ganze nämlich so aus:

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Ist das nicht grässlich? Absolute Unordnung, die sogar mir zuviel war. Daher das Bild auch ganz klein 🙂

 

Auch wenn es weh tut, mir war klar, dass ich mich von meinem Vintage-Schätzchen, dem Tisch, trennen muss, wenn hier wieder ein funktioneller Nähplatz entstehen soll. Also hab ich schweren Herzens einen Eck-Computertisch (in schwarz, aus Holz und Metall, also sehr dezent) bestellt. Gestern (früh um 8 Uhr) wurde er geliefert.

 

Mittags machte ich mich dann ans Abräumen und Aufbauen – aber seht selbst:

Links aufgestapelt, was sich alles so angesammelt hatte im letzten Jahr, rechts die Einzelteile des neuen Tisches. Und ich muss sagen, ich habe noch nie so eine strukturierte Aufbauanleitung und Teilesortierung erhalten. Auf jedem Teil, jedem Schraubentütchen war ein Buchstabe bzw. eine Zahl aufgebracht, die mit den einzelnen Schritten in der Anleitung korrespondierten. Und jede Schraube passte perfekt, ohne Motzen konnte ich das Teil ziemlich zügig aufbauen. Und nun sieht es so aus:

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Ich denke, damit lässt es sich arbeiten!

 

Blaue Testflüssigkeit…

Ich fühle mich als Frau diskriminiert und gefangen in blauer Testflüssigkeit.

Habt Ihr Euch darüber schon mal Gedanken gemacht? Jungs, sobald sie dem Windelalter entwachsen sind, haben das Thema hinter sich.

Wir Mädchen aber bleiben unser Leben lang Werbe-Opfer der blauen Testflüssigkeit. Sind wir aus dem Windelalter raus, haben wir so ca. 10 Jahre Schonfrist – bis zur ersten Periode. Und zack! – kommen die Binden oder Tampons, je nach Präferenz, mit ihrer blauen Testflüssigkeit. Und für die Tage zwischen den Tagen natürlich die superdünnen Slipeinlagen, die natürlich in der Werbung auch blau eingenässt werden.

Und denkt man, man hat das Ganze endlich hinter sich, dann lauert hinter dem Horizont die Blasenschwäche! 🙂 Ihr ahnt es schon – die Protagonistin des Spots ist natürlich super happy über die Einlage, die per blauer Flüssigkeit ihr Aufnahmevolumen zeigt. Und über die sexy Höschen erst, die ihre Kurven zur Geltung bringen, und keiner ahnt was…

Sorry, liebe Werbetreibende. Das wird langsam wirklich echt zu viel!

 

End of Summer…

Tja, heute ist der 1. September. Heißt, meteorologischer Herbstanfang. Heißt, bis zum kalendarischen Herbstanfang sind noch 3 Wochen übrig.

Das ist der Moment des Jahres (wirklich so ziemlich der einzige), in dem ich melancholisch werde. Die Tage werden kürzer, morgens ist es kühler, die Geräusche sind anders, die Luft riecht anders. In einem Satz: Meine Lieblingsjahreszeit endet.

Aus diesem Grund bin ich heute (für dieses Jahr zum ersten und zum letzten Mal) mit dem Roller zur Arbeit gefahren. Die morgendliche Kühle hab ich dabei ganz schön unterschätzt – 9°C, mein lieber Scholli, das ist ganz schön frisch 🙂

Aber schön ist es, vor allem wenn man dann am Anleger steht und auf die Fähre wartet. Inzwischen sind es jedenfalls 10° mehr, und ich freu mich auf die Rückfahrt in einer Stunde – in der Sonne, am Anleger steht der Eismann, Kinder füttern die Enten und ich muss nicht im Stau stehen.

emily

Euch ein schönes – und hoffentlich sonniges – Spätsommer-Wochenende. Was habt ihr so vor?